Seit Beginn des Ukraine-Kriegs werden vermehrt mutmaßliche Spionage-Drohnen über Bundeswehrstandorten und kritischer Infrastruktur gesichtet. Nachdem die Zahl der Vorfälle 2024 leicht zurückging, steigt sie seit diesem Jahr wieder deutlich an. Besonders auffällig waren Überflüge über den Militärflugplätzen Manching und Neuburg.
Um sich gegen diese Form der Spionage zu schützen, erhöht die Bundeswehr ihren Bestand an Systemen zur Drohnenerkennung und -abwehr deutlich und beschafft weitere Anlagen. Details zu den eingesetzten Technologien nennt sie aus Sicherheitsgründen nicht.
Experten betonen, dass es keine universelle Abwehrlösung gibt und die flächendeckende Ausstattung Zeit benötigt. Gleichzeitig entwickeln sich Drohnen technisch rasant weiter, was zu einem „technischen Wettrüsten“ führt.
Prof. Gerhard Elsbacher von der Technischen Hochschule Ingolstadt beschreibt die Situation als „Katz-und-Maus-Spiel“ und klassische Rüstungsspirale mit enormer Dynamik. Ein solches Tempo sei in der Rüstungsindustrie bislang unbekannt – früher habe die Planung deutlich länger gedauert, heute gebe es sehr schnelle Technologiesprünge. Elsbacher leitet das Technologietransferzentrum für unbemannte Flugsysteme in Manching. Seine Aussagen unterstreichen, wie stark sich Drohnentechnologie und ihre Abwehr in kurzer Zeit gegenseitig antreiben – und wie zentral Forschungseinrichtungen in Bayern für diese Entwicklung geworden sind.
Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Website des Bayerischen Rundfunks:
www.br.de/nachrichten/bayern/spionage-drohnen-bundeswehr-ruestet-bei-abwehr-auf,Usv0MmS













