Die von der Stadt Ingolstadt organisierte Konferenz, eröffnet von Oberbürgermeister Dr. Michael Kern, brachte Fachleute aus Wissenschaft, Pflege und Verwaltung zusammen. In diesem Rahmen stellte ein interdisziplinäres THI-Team das Wohnbett „Kaiser Karl III“ vor. Entwickelt wurde es von Studierenden aus Technischem Design und Wirtschaftsingenieurwesen unter der Leitung von Professor Bernhard Rothbucher. Ausgangspunkt war die Lebenssituation eines älteren Mannes aus Oberösterreich, der möglichst lange selbstbestimmt in seinem Zuhause leben möchte. Daraus entstand ein Möbelstück, das Pflege, Rückzug und Wohnlichkeit verbindet. Das Bett ist mobil, variabel nutzbar und fügt sich unaufdringlich in bestehende Wohnräume ein. Gleichzeitig erfüllt es zentrale Anforderungen im Pflegealltag. Es kann sowohl im häuslichen Umfeld als auch in Notunterkünften eingesetzt werden. Für dieses Konzept wurde das Studierendenteam vom Förderverein der THI ausgezeichnet und gehörte zu den Finalisten des Social Impact Award Germany 2025. Bernhard Rothbucher betonte, dass Gestaltung Verantwortung trage und Lebensqualität spürbar beeinflussen könne. Sein Ansatz verbindet technische Umsetzung, Beobachtung und ein Verständnis für die Bedürfnisse älterer Menschen. Die THI stellte zudem ihre Weiterbildungsangebote im Gesundheitsbereich vor. Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Management in Gesundheitsberufen unter Leitung von Professor Alfred Quenzler qualifiziert Pflegekräfte für Aufgaben in Leitung, Qualitäts- und Prozessmanagement. Das Studium steht auch Interessierten ohne Abitur offen. Der Beitrag der THI machte deutlich, wie Lehre, Forschung und gesellschaftliche Fragestellungen zusammenwirken und wie Gestaltung dazu beitragen kann, Pflege alltagsnah und menschenorientiert weiterzuentwickeln. |













